Pracht und Glaube -

eine Aschaffenburger Ausstellung – wird in dem unten abgebildeten Main-Echo Artikel vom 30.1.2010 mit der Überschrift „Stiftsschatz als Besuchermagnet“ thematisiert. Der Zeitungsbericht wurde damals weder kommentiert, noch folgten ihm irgendwelche Leserbriefe. Die Zahlen in dem Artikel sind aber so schön, dass ich im Folgenden den Bericht ein wenig umgeschrieben (und gleich auch kommentiert) habe.

Prächtige Zahlen …

… hat der Kultur- und Schulsenat der Stadt Aschaffenburg bei seiner letzten Sitzung anstandslos geschluckt. Es ging um die Ausstellung „Pracht und Glaube“ und den hierzu fertig gestellten Umbau des Siftsmuseums. Im Glauben an die problemlose Korrekturfähigkeit vorhandener Finanzplanungen ist man doch gleich mal um etwa 100.000,- Euro übers Ziel hinaus geschossen (“unerwartete Mehrkosten”). 150.000,- Euro wurden für die Aktion vor einem Jahr bewilligt, 250.000,- wurden aber ausgegeben. Pracht und Glaube - weiterlesen

Auf neutralem Gebiet …

… kam es gut drei Wochen nach der  ziemlich falschen Pressemeldung im Main Echo doch noch zu einer Aussprache zwischen mir und Claus Morhart, dem Chefredakteur des Main-Echo – dies sollte fairerweise nicht unerwähnt bleiben. Er lud mich zu Croissants ins Cafe Schwarzer Riese nach Aschaffenburg zu einer Aussprache ein. Siehe Blog-Artikel vom 11. Februar: „Jack the Bottle-Ripper …“

Selbstverständlich nahm er seine Redakteure in Schutz, ließ aber auch erkennen, dass die ganze Berichterstattung nicht optimal gelaufen sei. Er signalisierte, dass er die Geschichte in der nächsten Redaktionsklausur noch einmal durchgehen werde.
Thema unseres Gesprächs  war aber auch, ob die spaltenlangen Polizeiberichte in den Montagsausgaben des Main-Echo dem gerecht werden, was tatsächlich an jedem Wochenende in Aschaffenburg geschieht. Auf neutralem Gebiet … weiterlesen

Musentempel als Steuergrab

Wer das Main-Echo regelmäßig liest, wundert sich über die Fülle von Leserbriefen zu religiösen Themen. Es sind zwar oft die Gleichen, die da schreiben und ihre Sicht des wahren Glaubens der geneigten Leserschaft als unumstößliche Weisheit zum Frühstück präsentieren. Aber der Verlag hält diese Auseinandersetzung wohl für immens wichtig. Kein Wunder, war doch der Chefredakteur früher bei einem kirchlichen Blatt angestellt. Auch die Freuden der Jagd scheinen für die Leserschaft  verdammt bedeutungsreich zu sein, die Anhänger des Waidwerks bekriegen sich verbal seitenlang mit den Vegetariern und Tierschützern. Überaus interessant für uns Spessartbewohner.

Andere Themen passen da natürlich nicht mehr ins Blatt. Hier ein Beispiel.
Den Leserbrief, der gleich folgt, hatte ich Mitte November 2009 ans Main-Echo geschickt. Er kam zurück mit der ziemlich barsch formulierten und ohne Signatur versehenen Aufforderung, ihn zu kürzen, er sei zu lang. Das habe ich zähneknirschend gemacht, gedruckt wurde er trotzdem nicht. Ich hatte ihn auch an den Redakteur Peter Freudenberger geschickt, den Autor des Berichtes, auf den sich der Leserbrief bezog. Der wunderte sich in einem Telefonat darüber, warum er von seiner eigenen Redaktion nicht abgedruckt wurde, bot mir aber an, ein Pressegespräch zu dem Thema zu führen. Musentempel als Steuergrab weiterlesen

Vier Croissants für Beckmessereien

Faschingsdienstag,  16. Februar, 11 Uhr:
Main-Echo Chefredakteur Claus Morhart ist wach geworden, zeigt immerhin Humor, aber keine Einsicht. Er schickt mir eine Tüte mit Backwaren nebst Begleitbrief ins Büro. Drei Croissants sei er mir schuldig, dass vierte sei für den Schrecken, der mich beim Lesen des beigefügten Briefs ereilen könnte. Ich schätze, ich muss das vierte Hörnchen wieder zurück schicken, der Schrecken blieb aus. Vier Croissants für Beckmessereien weiterlesen

Jack The Bottle Ripper ist ein Phantom

Eine Meldung und ihre (lange) Geschichte

Montag, 1. Februar, 6.15 Uhr, Kleinwallstadt:
Euer Lieblingsveranstalter sitzt am Küchentisch. Bin Frühaufsteher und genieße die Ruhe des noch jungen Tages. Morgenstund hat Gold im Mund, bei mir ist es eher ein Croissant, das allerdings ziemlich bald gemäß den Gesetzen der Schwerkraft einen speichelversetzten, ungeordneten Sturzflug antritt, just in dem Moment, in dem meine Augen über das Wort „Colos-Saal“ im montäglichen Polizeibericht des Main-Echo stolpern.

Schlechte Presse – gaaaaaanz schlechte Presse. Wenn ich alles richtig kapiere, hat ein durchgeknallter Amokläufer am vergangenen Wochenende gleich zwei meiner Gäste mit einer abgebrochenen Bierflasche krankenhausreif aufgeschlitzt und die Fahndung läuft auf Hochtouren. Das steht zwar so nicht ganz in der Meldung, aber ich und sämtliche andere Abonnenten unserer Heimatzeitung werden die Meldung genau so verstehen. Auch ein gewisser Main-Echo Redakteur liest die Nachricht im eigenen Blatt so – wie sich im späteren Verlauf noch zeigen wird. Jack The Bottle Ripper ist ein Phantom weiterlesen

Hallo Welt!

Wenn man über 25 Jahre lang in einer Stadt Veranstaltungen anbietet und dabei nicht die Augen verschließt, geht es  gar nicht anders, man muss sich auch für Kommunalpolitik interessieren, insbesondere natürlich auch für die lokale Kulturpolitik.
Man lernt die Figuren der Stadt kennen, die Wichtigen und Wichtigtuer, die Kreativen und Negativen, riecht die Netzwerke und sieht die Verstrickungen. Fehler werden erkennbar, Skandälchen kriegt man mit, Seilschaften, Ungereimtheiten – natürlich auch positive Entwicklungen sowie viele Anekdoten, Geschichten und etliche Indiskretionen.  Hallo Welt! weiterlesen