Claus Berninger

Über den Autor

Wenn man über 25 Jahre lang in einer Stadt Veranstaltungen anbietet und dabei nicht die Augen verschließt, geht es  gar nicht anders, man muss sich auch für Kommunalpolitik interessieren, insbesondere natürlich auch für die lokale Kulturpolitik.

Man lernt die Figuren der Stadt kennen, die Wichtigen und Wichtigtuer, die Kreativen und Negativen, riecht die Netzwerke und sieht die Verstrickungen. Fehler werden erkennbar, Skandälchen kriegt man mit, Seilschaften, Ungereimtheiten – natürlich auch positive Entwicklungen sowie viele Anekdoten, Geschichten und etliche Indiskretionen.

Eine meiner zahlreichen Ausbildungen war die zum Lokalredakteur. Dadurch habe ich schon seit Jahrzehnten großes Interesse an der Medienlandschaft und verfolge, was sich da so tut. Den Menschen und seine Verhaltensweisen, seine Macken und Geniestreiche, seine Kulte, Obsessionen, Süchte und Sehnsüchte, all das fesselte mich bereits vor über einem Vierteljahrhundert in meinem Studium der Sozialarbeit und lies mich seither nicht mehr los. Und da ich ja selbst jede Menge Macken und Unfähigkeiten besitze, versuche ich es gerne, das vielfältige Leben mit ein wenig mit Humor oder Ironie zu betrachten.

Ja, ich gebe es zu, ich schreibe gerne, wenn ich dazu Zeit habe. Am liebsten ganz und gar nicht objektiv, sondern subjektiv und durchaus undiplomatisch.  Die Leidenschaft zum Schreiben teile ich übrigens mit meiner Gattin Jutta und gemeinsam haben wir schon lange damit geliebäugelt, doch mal ein eigenes Medium erstehen zu lassen, in dem wir Beide uns gelegentlich austoben können. Bei der fast schon monopolhaften Mediensituation in und um Aschaffenburg, in der zwei große und ein kleiner Anbieter fast das ganze Geschehen dominieren und das oft sehr verzerrte Bild von Aburgs Community zeichnen, sind wir der Meinung, dass ein wenig Gegenöffentlichkeit manchmal nicht schaden kann. In dieser vom Katholizismus geprägten, durchaus recht konservativen Region darf es nach unserem Geschmack gerne ein wenig mehr geistigen Widerstand geben und wir würden uns freuen, wenn wir nicht die einzigen blieben.

Lange genug also davon geträumt, wir fangen jetzt an. Das Internet bietet beste Möglichkeiten zur Meinungsvielfalt. Wir haben mit der Colos-Saal Website ein vielbeachtetes Medium zur Verfügung und nutzen es künftig auch für Stories jenseits unserer Veranstaltungen. Hier ist der Colos-Saale Blog oder unser Diary mit dem Namen „Colos-Saale Lästereien“ und wir werden diesen Blog stetig mit Inhalten füllen.

Claus Berninger